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Juni 23, 2021

Das italienische Lifestyle Magazine

Köstliche traditionelle Leckerbissen, von denen man sich auf Sizilien
einen Vorrat anlegen sollte

Das Beste an einem Urlaub ist, das wir den Alltagsstress, die täglichen Routinen, die Hausarbeit, Erwartungen, Einschränkungen und unsere Diät mal so richtig vergessen und einfach sorgenfrei die schöneren Dinge des Lebens genießen können. Ein Glas Wein zum Mittagessen, Nachspeisen, Snacks zwischendurch und größere Portionen…alles was eben so richtig gut ist! Vor allem wenn man eine Reise in Sizilien gebucht hat, warten jede Menge köstliche Leckerbissen auf einen, auf die man sich stürzen kann, wenn man diese wunderschöne Insel erkundet. Es gibt allerdings einen ganz besonderen, fast schon luxuriösen Leckerbissen, den man im Urlaub auf Sizilien probieren sollte, nämlich die Frutta Martorana, die auf dieser Insel in Italien irgendwie besonders gut schmecken.

Frutta Martorana sind wundervolle Süßigwaren aus Marzipan, die wie die
perfekten Nachbildungen von kleinen Früchten und Gemüse aussehen,
fast schon wie kleine Skulpturen. Man kann sie in Bäckereien auf ganz Sizilien das ganze Jahr über bekommen, aber am Besten zu Allerseelen, am 2 November. Sie werden in Weidekörben oder kleinen Holzkistenausgelegt und sind eine lokale Tradition, die aber leider langsam ausstirbt. Konditoren brauchen ca. 1 Stunde, um ein Stück dieser kunstvollen Kreationen unter größter Sorgfalt herzustellen, sie Schicht für Schicht zu bemalen und mit kleinen Makeln zu versehen, damit sie so echt wie möglich aussehen. Kleinere, in Massen produzierte Versionen, gibt es heutzutage auch, aber manchmal stößt man noch auf die von Hand gearbeiteten Prachtstücke – und wenn Sie die Gelegenheit haben, dann greifen Sie zu und gönnen Sie sich eines dieser Kunstwerke.


Die Bezeichnung Frutta Martorana geht zurück auf das Kloster La Martorana in Palermo, das Ende des 12. Jahrhunderts von Eloisia Martorana gegründet wurde. Die Nonnen kannten das Geheimnis der Marzipanzubereitung aus der Zeit der arabischen Vorherrschaft und gaben es seither von Generation zu Generation weiter. Anlässlich eines Festessens für Papst Clemens V. im Jahr 1308 wurden zwei Bäume mit echt wirkenden Äpfeln, Trauben und Feigen aus Marzipan behängt. Mit dem Erfolg, den die Früchte bei den Festgästen hatten, begann die traditionelle Produktion der Frutti di Martorana.

Rezept

1kg Mandeln geschält
1kg Zucker
250g Wasser
6 Päckchen Vanilla
12 Gewürznelken
1 Teelöffel von Aroma bitterer Mandeln

Zunächst werden die Mandeln fein gehackt. Am besten gelingt dies mit einem Mixstab oder alternativ auch im Blitzhacker. Während des zerkleinerns muss die Mandelmasse unter Umständen immer mal wieder aufgelockert werden, bevor sie weiter zerhackt werden können. Anschließend werden die Gewürznelken in einen Topf mit Wasser gegeben. Im heißen Wasser wird nun Zucker aufgelöst. Das Ganze muss für einen kurzen Moment im geschlossenen Topf aufkochen. Der Topf kann nun vom Herd genommen werden. Nach dem Entfernen der Gewürznelken wird das Vanille- und Mandeln-Aroma hinzugefügt.

Das süße Wasser wird im nächsten Schritt zusammen mit der Mandelmasse ordentlich vermischt. Bei nierdriger Hitze wird die Masse nochmals rund 30 Minuten erwärmt. Einige Minuten lang sollte nun mit einem Holzlöffel umgerührt werden, bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Im Anschluss wird sie erneut einige Minuten lang geknetet. Das Marzipan wird nun zu einer Rolle geformt (ca. 500 Gramm) und in Frischhaltefolie oder einem luftdichten Behälter verpackt. Im Kühlschrank eine Stunde ruhen lassen.

Nach der Ruhezeit werden die Hände leicht mit Puderzucker bestäuben. Vom Marzipan werden 2 bis 3 cm große Kugel abgenommen und daraus können anschließend die Früchte nach Belieben geformt werden.

Die Marzipanfrüchte können zum Schluss noch eingefärbt bzw. bemalt werden. Dazu einfach die Lebensmittelfarbe in etwas Wasser geben und nach Lust und Laune verzieren. Vor dem Verzehr müssen die La Frutta di martorana noch einige Stunden trocknen.

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