Dezember 3, 2020

Das italienische Lifestyle Magazine

Torrone oder Mandorlato

Traditional italian festive torrone or nougat with nuts on lilac background.

Welches Weihnachtsgebäck darf es dieses Jahr zur Weihnachten bei Ihnen sein?

Torrone und Mandorlato können als ein und dasselbe Gebäck angesehen werden. Doch variiert seine Bezeichnung wirklich nur je nach Region und Bräuchen Italiens oder verbirgt sich hinter ihnen doch ein größerer Unterschied?
Torrone und Mandorlato: Wo liegt der Unterschied? Sie ähneln sich nicht nur in Zusammensetzung und Aussehen, sondern sollen auch uralte arabische Ursprünge haben, die im Laufe der Zeit in italienischen Produktionsgebieten wieder aufgegriffen wurden. Diese gelten immer noch als die Hochburg beider Spezialitäten, die sich jedoch durch unterschiedliche Produktions- und Verarbeitungsphasen auszeichnen. Während Mandorlato seit jeher als eine der schmackhaftesten Spezialitäten von Verona gilt, liegt das Heimatland von Torrone zwischen Cremona und Benevento. Torrone (abgeleitet vom lateinischen torreo, also „rösten“) soll nach historischen Forschungen arabischen oder samnitischen Ursprungs sein, allerdings wird auch behauptet, dass er zum ersten Mal in Cremona hergestellt wurde, wo er 1441 anlässlich der Hochzeit zwischen Francesco Sforza und
Maria Grazia Visconti in Form eines kleinen Turms (des Stadtglockenturms jener Epoche) angefertigt wurde. Ein Jahrhundert später, im Jahr 1543, stellte die Gemeinde Cremona Torrone für die gesamte Gemeinde her. Was die Zubereitung betrifft, setzten sich die Rezepte für Torrone und Mandorlato aus gemeinsamen Zutaten zusammen (Zucker, Honig und Eiweiß). Während im traditionellen Mandorlato nur Mandeln
enthalten sind, finden sich im Torrone andere Trockenfrüchte, die oft kombiniert werden: Pistazien, Haselnüsse, Walnüsse, Erdnüsse und sogar Sesamsamen. Wie weich oder hart die Konsistenz ist, hängt von der Dauer der Röstung ab. Der härtere Torrone, der mit weißer oder schwarzer Schokolade überzogen wird, kann bis zu zwölf Stunden Röstung hinter sich haben, während der Mandorlato dafür etwa acht Stunden in Anspruch nimmt.

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